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Die Richtige Spannung

Ein Thema, was häufig gar nicht angesprochen und berücksichtigt wird. Es geht immer um Übungen, um die Korrekte Längsbiegung, die Korrekte Aufrichtung und Co. Fokussieren wir also einmal das Thema Spannung, um zu verstehen, wie wichtig es für das Training ist, die korrekte Spannung zu finden.



Wir alle wollen ein entspanntes Pferd während des Training - doch gibt es ein ZU ENTSPANNT? Auf jeden Fall. Fehlt im Training eine positive Spannung ist kein Muskelaufbau möglich. Richtig. Ist der Muskeltonus zu niedrig, fehlt dem Pferd die Federkraft, die es benötigt um energieeffizient zu laufen. Das Pferd überlastet Sehnen und Gelenke, die Wirbelsäule fungiert als „Wäscheleine“ an der alles hängt und nach unten durchsackt.


Ebenso bei zu viel Spannung - die elastische Federkraft geht ebenfalls verloren und die Oberlinie gerät unter Spannung. Die Gelenke haben nur ein eingeschränktes Bewegungsausmaß und verschleißen. Zu viel Spannung erhöht Stress im Pferd.


Nur in der positiven Spannung kann das Pferd korrekt arbeiten und seine „Sprungfedern“ nutzen um alle Gelenke und Co vollumfänglich zu nutzen.




Doch wie lässt sich der Unterschied feststellen? Ein Pferd ist nicht immer grundsätzlich in einem Spannungszustand, oft variieren die verschiedenen Spannungszustände auch innerhalb der Trainingseinheit. Es ist wichtig, Gefühl dafür zu entwickeln, wann welcher Spannungszustand vorliegt, um zu erkennen, ob das Training gerade "ankommt" da wo es soll, oder nicht.


Eine positive Spannung kann häufig dadurch erzeugt werden, dass das Pferd ständig bereit ist, Richtung und Tempo zu ändern. Arbeitet man mental entspannt in Tempo- und tempiwechseln kombiniert mit Richtungswechseln kann man häufig sehr schnell positive Spannung erzeugen!


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Spannungslösende Beispielübungen:

  • generell ruhiges und gleichmäßiges Tempo

  • Tempo- und Tempiwechsel in niedrigere Gangarten oder leicht untertouriges Tempo

  • kleine Tempowechsel (Wechsel innerhalb zwei Gangarten z.B. Trab - Schritt - Übergänge)

  • große Hufschlagfiguren

  • häufiges Zügel-aus-der-Hand-kauen

  • viele Schrittreprisen am längeren Zügel

  • durchparieren bis hin zum Schritt


Spannungserhöhende Beispielübungen:

  • schnelle Tempi- und Tempowechsel

  • große Tempowechsel (Wechsel innerhalb mehrerer Gangarten z.B. Halten - Traben - Übergänge)

  • schnelle Richtungswechsel (z.B. Trabkehrtvolte verkehrtherum reiten und zur Bande hin zügig angaloppieren)

  • Wechsel bei Seitengängen (z.B. aus dem Schenkelweichen nach links Wechsel in das Schenkelweichen nach rechts)

Allerdings werden alle Übungen von den Pferden je nach Ausbildungs- und Leistungszustand individuell angenommen. Daher muss der Reiter als Trainer jederzeit evaluieren, ob er mit seiner Übung die richtige Reaktion im Pferd auslöst. Reiter denen es noch schwer fällt, dieses Gefühl für ihr Pferd zu entwickeln, sollten sich unbedingt ein zweites Paar Augen vom Boden aus dazu nehmen.

© 2019 Pferdetherapie Diana Landskron

Blumenstr. 17, 02826 Görlitz, Deutschland

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